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EDP MEPS erzählen uns, warum sie sich entschieden haben, für Europa zu kämpfen.

Sprachen, Kulturen, regionale Unterschiede und lokale Initiativen müssen gepflegt werden, denn sie sind der größte Trumpf Europas.

Die EU muss die Fackel der globalen Nahrungsmittelsicherheit hochhalten

Ulrike_Mueller

In einer Zeit, in der ein Drittel der weltweiten Getreideproduktion aufgrund des Krieges in der Ukraine nicht mehr auf die Märkte gelangt, muss die EU die Fackel der Lebensmittelsicherheit hochhalten. Dies ist der Zweck der Debatte, die diese Woche in der Plenarsitzung des Europäischen Parlaments in Brüssel stattfand, und der Entschließung, die als Reaktion auf die von der Europäischen Kommission angekündigten Vorschläge verabschiedet wurde.

Diese Krise ist eine langfristige Herausforderung für die neue GAP, aber dieses Übergangsjahr muss Flexibilität ermöglichen, insbesondere bei der Nutzung von Brachflächen für die Produktion von Eiweißpflanzen, ohne die globalen Ziele des Grünen Pakts oder der Strategie "From Farm to Fork" in Frage zu stellen.

Die Europäischen Demokraten begrüßen die übereinstimmende Analyse der landwirtschaftlichen Situation mit der Kommission, sind jedoch der Ansicht, dass die europäische und internationale Ernährungssicherheit nicht ohne die Einbeziehung der Problematik des Fischerei- und Aquakultursektors, der ebenfalls von den Folgen des Krieges betroffen ist, konzipiert werden kann.

Renew Europe, das eine entscheidende Rolle bei der Ausarbeitung der Entschließung gespielt hat, fordert die rasche Einberufung einer Notfallkonferenz zur Ernährungssicherheit, um die kurzfristige Lücke in der Nahrungsmittelversorgung und die mittelfristige Frage der Widerstandsfähigkeit der Landwirtschaft in den Entwicklungsländern anzugehen.

Unsere stellvertretende Vorsitzende und deutsche Europaabgeordnete Ulrike Müller (Freie Wähler), Verhandlungsführerin für die Resolution Renew Europe im parlamentarischen Ausschuss für Landwirtschaft (AGRI), sagte: "Putins Krieg in der Ukraine bringt die Menschen im Land und die, die anderswo Zuflucht suchen, in ernste und unmittelbare Gefahr, zu verhungern. Unsere vordringlichste Aufgabe ist es jetzt, dafür zu sorgen, dass sie ausreichend Nahrung erhalten. Der Krieg droht auch eine Hungerkrise in den Ländern des Nahen Ostens und Afrikas auszulösen, da der sprichwörtliche Brotkorb vom Tisch genommen wird. Wir Europäer haben als große Agrarproduzenten die Verantwortung, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um zu einem widerstandsfähigeren Nahrungsmittelsystem beizutragen - das ist heute dringender denn je".