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EDP MEPS erzählen uns, warum sie sich entschieden haben, für Europa zu kämpfen.

Sprachen, Kulturen, regionale Unterschiede und lokale Initiativen müssen gepflegt werden, denn sie sind der größte Trumpf Europas.

Ein starkes Signal zugunsten von antarktischen Meeresschutzgebieten

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Vadim Nefedoff

Letzte Woche stimmte das Europäische Parlament mit großer Mehrheit dafür, die Einrichtung von Meeresschutzgebieten im Antarktischen Ozean zu fordern. Internationalen Verhandlungen in diesem Bereich werden seit Jahren durch den wiederholten Widerstand zweier Mitgliedsländer der Commission for the Conservation of Antarctic Marine Living Resources (CCAMLR), Russland und China, blockiert.

Die beiden vorgeschlagenen Meeresschutzgebiete in der Antarktis könnten zusammen eine Fläche von rund 3 Millionen km2 haben und würden eines der größten Meeresschutzgebiete der Geschichte bilden.

Unsere französische Europaabgeordnete Catherine Chabaud, die unter anderem Mitglied in den Ausschüssen für Umwelt (ENVI) und Fischerei (PECH) ist, begrüßte die Entscheidung: "Es war höchste Zeit, dass das Parlament zu einem so wichtigen Thema offiziell Stellung bezieht. Der Schutz der Antarktis vor den Auswirkungen des Klimawandels, der Überfischung und der Verschmutzung ist unerlässlich, um sicherzustellen, dass unser Ozean weiterhin als Klimaregulator fungiert.“

In ihrer Rede im Plenum erinnerte Catherine Chabaud daran, dass "es nur einen Ozean gibt. Sein südlicher Teil, derjenige, der um den antarktischen Kontinent herumgeht, spielt eine wichtige Rolle für das Gleichgewicht des Klimas. Es ist ein gemeinsames Gut der Menschheit.“

Das Klima in der Antarktis erwärmt sich dreimal schneller als im globalen Durchschnitt. Neueste Analysen von Eisproben zeigen die Verunreinigung des antarktischen Eises durch Mikroplastik und Polymere. Vor diesem Hintergrund plädierte die französische Europaabgeordnete dafür, dass die Europäische Union bei den CCAMLR-Verhandlungen die Führung übernimmt: "Die Einrichtung dieser Meeresschutzgebiete ist also eine Klima- und Biodiversitätsfrage. Aber es ist auch eine diplomatische und geostrategische Frage, die eine Herausforderung für die Europäische Union darstellt.“

Catherine Chabaud schloss mit vorsichtigem Optimismus: "Das Votum des Parlaments ist ein starkes politisches Signal! Aber auch danach müssen wir unsere Bemühungen fortsetzen, um sicherzustellen, dass in diesem kostbaren Territorium, das die Antarktis ist, ein ehrgeiziges Governance-Modell eingeführt wird.