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EDP MEPS erzählen uns, warum sie sich entschieden haben, für Europa zu kämpfen.

Sprachen, Kulturen, regionale Unterschiede und lokale Initiativen müssen gepflegt werden, denn sie sind der größte Trumpf Europas.

Für eine echte Gleichstellung der Geschlechter im Europäischen Parlament

Irene Tolleret
Parlement européen

Heute haben die Europaabgeordneten in Straßburg den Bericht unserer französischen Abgeordneten Irène Tolleret angenommen, der darauf abzielt, den Grundsatz der Gleichstellung von Männern und Frauen im Europäischen Parlament besser zu verankern.

Obwohl die Stellung der Frauen in der europäischen Politik zunimmt, geht dieser Fortschritt nur langsam voran und die europäischen Institutionen sind nach wie vor von Männern dominiert. Dies gilt auch für das Europäische Parlament, wo die Parität auf den verschiedenen Ebenen noch lange nicht erreicht ist. Auch die Integration des Grundsatzes der Gleichstellung der Geschlechter in alle unsere Politiken geht nur langsam vonstatten.

Irene Tolleret ist daher stolz, dass das Parlament für ihren Bericht gestimmt hat, der konkrete Lösungen vorschlägt, um diese ungünstige Situation für die Gleichstellung der Geschlechter zu verbessern.

Förderung des gleichberechtigten Zugangs zum Europäischen Parlament

Viele Frauen streben danach, an der europäischen Politik teilzunehmen, aber es gibt immer noch Hindernisse. Um diese Hindernisse zu beseitigen, fordert der Bericht die Einführung von Quoten und geschlechtergerechten Listen im neuen europäischen Wahlrecht. Quoten haben sich in vielen europäischen Ländern als erfolgreich erwiesen und haben Frauen den Zugang zu Machtpositionen ermöglicht. Lassen Sie uns nicht länger damit warten, sie auf europäischer Ebene einzuführen!

Reform der Verfahrensregeln für echte Parität

Obwohl die Abgeordneten des Europäischen Parlaments vor kurzem eine Frau an die Spitze der Institution gewählt haben, was ein positives Signal für die Vertretung von Frauen in der Politik ist, werden Frauen in den internen Abläufen des Europäischen Parlaments noch immer nicht in vollem Umfang berücksichtigt. Ausschussvorsitz, Ernennung von Koordinatoren, Berichterstattern und Schattenberichterstattern, Verteilung der Redezeit: Der Bericht fordert, dass die Parität auf allen Arbeitsebenen wirklich umgesetzt wird.

Bessere Integration der Geschlechterdimension in die parlamentarischen Aktivitäten

Zu lange wurde die öffentliche Politik von Männern für Männer gemacht. Eine Politik, die die spezifischen Bedürfnisse von Frauen nicht berücksichtigt, ist im besten Fall eine verpasste Gelegenheit, die Gleichstellung der Geschlechter zu verbessern, im schlimmsten Fall eine Politik, die die Ungleichheiten verschärft! Der Bericht zielt darauf ab, dieses Problem anzugehen, indem er den Abgeordneten des Europäischen Parlaments und ihren Assistenten Schulungen anbietet, damit sie besser in der Lage sind, die Geschlechterperspektive in ihre verschiedenen Dossiers zu integrieren.

Integration der Geschlechterperspektive in die europäische Gesetzgebung

Das Gender Mainstreaming in der öffentlichen Politik ist immer noch zu zersplittert. Dabei ist es einer der offiziellen Ansätze der Europäischen Union, um die Gleichstellung der Geschlechter zu erreichen! Aus diesem Grund fordert der Bericht, dass jede legislative und nichtlegislative Maßnahme, die von der Europäischen Kommission vorgelegt wird, von einer Bewertung der geschlechtsspezifischen Auswirkungen begleitet wird. Über geschlechtsspezifisch aufgeschlüsselte Daten zu verfügen bedeutet, sich der unterschiedlichen Auswirkungen unserer Politik auf Frauen bewusst zu sein. Erst dieses Bewusstsein ermöglicht es uns zu handeln. Sie empfiehlt außerdem, dass der europäische Haushalt das Ziel der Gleichstellung der Geschlechter ausdrücklich berücksichtigt, damit jeder ausgegebene Euro Frauen genauso zugute kommt wie Männern.

Stärkung der Symbolik der Geschlechtergleichstellung im Europäischen Parlament

Auch wenn Symbole allein nicht ausreichen, um die Gleichstellung der Geschlechter zu erreichen, sind sie doch notwendig, weil sie dazu beitragen, die Geschlechterstereotypen aufzubrechen, die dem Kampf für die Gleichstellung so abträglich sind. Deshalb schlägt der Bericht vor, die Gebäude und Räume des Europäischen Parlaments nach dem Grundsatz der Gleichstellung und Vielfalt zu benennen.