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EDP MEPS erzählen uns, warum sie sich entschieden haben, für Europa zu kämpfen.

Sprachen, Kulturen, regionale Unterschiede und lokale Initiativen müssen gepflegt werden, denn sie sind der größte Trumpf Europas.

Lohntransparenz wird helfen, das ungerechtfertigte Lohngefälle zwischen Männern und Frauen zu beenden

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Heute wurde ein entscheidender Schritt unternommen, um das ungerechtfertigte Lohngefälle zwischen den Geschlechtern zu beenden. Der Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter (FEMM) und der Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten (EMPL) des Europäischen Parlaments haben einen Legislativbericht zur Stärkung des Grundsatzes des gleichen Entgelts für gleiche Arbeit durch Lohntransparenz angenommen.

Der Bericht zielt darauf ab, die Lohntransparenz zu fördern, indem allen Arbeitnehmern das Recht auf Information eingeräumt wird und Arbeitgeber mit mindestens 50 Arbeitnehmern aufgefordert werden, wichtige Elemente der Entlohnung ihrer Arbeitnehmer, wie z.B. das geschlechtsspezifische Lohngefälle, offen zu legen, um den Vergleich der Gehälter zwischen den Arbeitnehmern zu erleichtern. Der Bericht zielt nicht nur darauf ab, Lohndiskriminierung in bestimmten Unternehmen besser aufzuspüren, sondern auch den Wert der Arbeit besser einzuschätzen, insbesondere in unterbewerteten und von Frauen dominierten Sektoren, und ungerechtfertigte Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern effizient zu beseitigen.

Die französische Europaabgeordnete Sylvie Brunet (Mouvement Démocrate), Schattenberichterstatterin für den Bericht im EMPL-Ausschuss, sagt: "Ich bin sehr froh, dass dieser Legislativbericht über die Entgelttransparenzrichtlinie nun angenommen ist. Er ist ein weiterer Schritt zur Umsetzung der europäischen Säule sozialer Rechte und zur Beseitigung von Lohndiskriminierung in Europa. Es ist an der Zeit, dass das Recht auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit Realität wird. Mit dieser Richtlinie erhalten wir ein effizientes Instrument, um ungerechtfertigte Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern aufzudecken, sie zu beseitigen und gegebenenfalls Korrekturmaßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass Frauen in Europa nicht mehr ins Hintertreffen geraten."

Ein weiteres entscheidendes Element, auf das unsere Fraktion gedrängt hat, ist die Ausweitung des Geltungsbereichs über die geschlechtsspezifische Komponente hinaus. Auf diese Weise hat die Richtlinie einen geschlechtersensiblen Ansatz und umfasst ein breiteres Spektrum möglicher Diskriminierungen.

Abschließend möchte ich sagen, dass der Grundsatz des gleichen Entgelts für gleiche Arbeit zwar seit 1957 in den EU-Verträgen verankert ist, aber auch fünfundsechzig Jahre später noch weit von der Realität entfernt ist. Männer in der EU verdienen im Durchschnitt 14% mehr als Frauen für die gleiche Art von Arbeit, was schwerwiegende sozioökonomische Folgen hat. Die Entgelttransparenzrichtlinie ist ein wichtiges Puzzlestück bei der Überwindung der Strukturen, die ungerechtfertigte Lohnunterschiede verursachen, bei der Stärkung des Grundsatzes der Entgeltgleichheit und bei der Schließung des geschlechtsspezifischen Lohngefälles.