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EDP MEPS erzählen uns, warum sie sich entschieden haben, für Europa zu kämpfen.

Sprachen, Kulturen, regionale Unterschiede und lokale Initiativen müssen gepflegt werden, denn sie sind der größte Trumpf Europas.

Sorgen über die Auswirkungen der EU-Sanktionen auf europäische Kleinanleger

Engin Eroglu

Während die europäischen Sanktionen gegen Russland weiterhin ganz oben auf der Agenda der Europäischen Kommission stehen, haben die Abgeordneten des demokratisch gewählten Europäischen Parlaments kürzlich eine Reihe von Bedenken hinsichtlich der Folgen dieser Sanktionen geäußert, die europäischen Kleinanlegern eher schaden als helfen.

Da die EU-Sanktionen darauf abzielen, russische Unternehmen vom Markt abzuschneiden, könnten die Auswirkungen auf europäische Kleinanleger - von denen viele stark in russischen Aktien engagiert sind - Russland eher Auftrieb geben als die Wirtschaftstätigkeit des Landes zu behindern. Ein derartiges Ergebnis steht im Widerspruch zu den Zielen der EU-Sanktionen.

Engin Eroglu, Mitglied der Europäischen Demokratischen Partei und Abgeordneter des Europäischen Parlaments, hat diese Bedenken in drei Fragen geäußert, die er in seiner offiziellen Anfrage an die Kommission scharf formuliert hat:

  1. “Ist der Kommission dieser Aspekt der Sanktionen bekannt?”
  2. “Welche Möglichkeiten sieht die Kommission, die Sanktionen so abzuändern, dass sie die russische Staatsführung, und nicht Kleinanleger in der EU trifft?”
  3. “Inwiefern gefährden solche Vorgänge aus Sicht der Kommission die Aktienkultur in der EU?”

Auch wenn sich die Sanktionen gegen Russland als gerechtfertigt erweisen, muss die Kommission auch die unerwünschten Auswirkungen berücksichtigen, die die Europäer durch diese Sanktionen spüren. In dem Antrag wird eine Neubewertung der Umsetzung der Sanktionen und ihrer potenziell kontraproduktiven Auswirkungen auf EU-Anleger gefordert, wobei die Ukraine weiterhin eindeutig unterstützt wird.

Die EDP-Präsidentschaft hat sich für die volle Zustimmung zu den EU-Sanktionen gegen Russland ausgesprochen. Das Ersuchen an die Kommission wird nicht darauf abzielen, diese Auswirkungen herunterzuspielen. Darüber hinaus wird ein solches Ersuchen den Zweck der wirtschaftlichen Isolierung Russlands nicht mindern. Die Einheit mit der Ukraine ist ebenso wichtig und die Aufrechterhaltung der wirtschaftlichen Stabilität in Europa steht weiterhin im Vordergrund der Arbeit der Europaabgeordneten. Die Europaabgeordneten der EDP betonen die Notwendigkeit, das Wirtschaftswachstum auf der Grundlage demokratischer Werte und Überzeugungen zu stimulieren - auch in beispiellosen Zeiten.

Wenn Sanktionen aktiv sind, dann liegt es in der Verantwortung der Europäischen Union, dafür zu sorgen, dass ihre Mitgliedstaaten nicht mit Auswirkungen, auch wirtschaftlicher Art, konfrontiert werden. Genau aus diesem Grund fordert der deutsche Europaabgeordnete Engin Eroglu die Kommission auf, die potenziellen Auswirkungen auf europäische Anleger zu berücksichtigen . Er hofft, dass die Kommission auf diese Bitte verständnisvoll reagiert und an den Sanktionen festhält, indem sie diese entsprechend modifiziert, um einen hohen Preis für die EU-Wirtschaft zu vermeiden.