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EDP MEPS erzählen uns, warum sie sich entschieden haben, für Europa zu kämpfen.

Sprachen, Kulturen, regionale Unterschiede und lokale Initiativen müssen gepflegt werden, denn sie sind der größte Trumpf Europas.

"Der Schwerpunkt meiner Arbeit? Konkret zu arbeiten für ein Europa der Bürger und Regionen, das seinem Namen alle Ehre macht."

Tobias_Gotthardt
Phillip Seitz

Tobias Gotthardt sitzt seit 2018 für die FREIEN WÄHLER im bayerischen Landtag. Seit 2017 ist er Mitglied im Bundesvorstand der FREIEN WÄHLER. Außerdem ist er Vorsitzender des Ausschusses für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie regionale Beziehungen sowie stellvertretendes Mitglied im Europäischen Ausschuss der Regionen.

Wie gestaltet sich Ihre Arbeit als Mitgleid des Europäischen Ausschusses der Regionen (AdR)?

Die Mitglieder des AdR sind Anwälte regionaler Interessen und Ideengeber regionalfreundlicher Initiativen. Genau darin sehe ich auch den Schwerpunkt meiner Arbeit: Konkret zu arbeiten für ein Europa der Bürger und Regionen, das seinem Namen alle Ehre macht.

Sie sind auch Vorsitzender des Ausschusses für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie regionale Beziehungen im bayerischen Landtag. Wie vereinbaren Sie diese beiden Rollen?

Die Terminflut macht es manchmal nicht einfach – und ausgerechnet die Corona-Pandemie samt ihrer neuen digitalen Optionen haben die Arbeit im AdR erleichtert. Allerdings setze ich auch gern den Schwerpunkt auf Brüssel, nutze meine Anwesenheit für zahlreiche weitere Gespräche. Das europäische Netzwerk ist mir zum Glück nicht neu: ich habe jahrelang als Parlamentarischer Referent in Brüssel gearbeitet.

Ist die lokale Ebene die richtige, um Europa seinen Bürgern näher zu bringen?

Gegenfrage: Wo, wenn nicht lokal und regional? Das gilt im Besonderen für die Konferenz zur Zukunft der EU. Es macht wenig Sinn, wenn Europa diesen think tank nur im eigenen Brüsseler Sud tümpeln lässt. Wir brauchen Mitglieder des AdR und der regionalen Parlamente als aktive Bausteine der Konferenz. Wir brauchen vielfältige Veranstaltungen vor Ort – und keine Großplakate im Brüsseler Europaviertel.

Wie kann die Europäische Union deutsche Bundesländer und Regionen unterstützen?

Europa muss die Regionen – nochmal mehr die Länderparlamente mit Gesetzgebungsfunktion – sehr ernst nehmen und als direkte Ansprechpartner einbinden. Die Kommission hat sich hier seit der Timmermans-Arbeitsgruppe um große Schritte vorwärts bewegt. Das Europäische Parlament hat hier noch Entwicklungspotential. Zudem müssen wir den AdR weiter stärken und reformieren.

Was ist ihre Position zum Dialog zwischen europäischen Regionen, in Ihrem Fall beispielsweise Österreich?

Mir ist als Vorsitzender des Europaausschusses die regionale Zusammenarbeit mit Tschechien und Österreich ein großes Anliegen. Das zeigt sich inzwischen auch in persönlichen Begegnungen und echten Freundschaften. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie wurde mir der Wert persönlicher Beziehungen nochmal mehr bewusst. Auch der AdR und und unsere EDP sind ein wunderbarer Nährboden für besondere europäische Freundschaften, die politisch wirken.