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Dieser Herausforderung - stellt sich - die EDP!

Folglich ist es unsere Pflicht, den europäischen Traum mit unseren Mitbürgern und Mitbürgerinnen zu teilen, uns für Respekt und Würde einzusetzen und gleichzeitig den Erhalt von Rechtsstaat, Gleichheit, Freiheit, Solidarität und Verantwortung zu sichern.

Es ist an der Zeit, dass Demokraten die Führung übernehmen und die Europäische Union auf einen neuen, nachhaltigen Kurs bringen.

Digitaler Euro - Chancen und Risiken

Engin Eroglu

Im Oktober letzten Jahres hat die Europäische Zentralbank (EZB) einen „Report on a Digital Euro“ veröffentlicht und damit einen ersten Schritt auf dem Weg zu einem digitalen Euro gemacht. Bis zum Sommer werden verschiedene Alternativen und ihre Implikationen geprüft. Zeit für ein Zwischenfazit:

Bitcoin und andere Digitalwährungen haben in den letzten Jahren kontinuierlich an Bedeutung gewonnen. Bitcoins werden zu 65 % in China geschürft und sind sehr energieintensiv. Eine starke Rolle des Bitcoins widerspricht also sowohl den Klimaschutzzielen der EU als auch der strategischen Autonomie.

Alternativen wären also wünschenswert. Andere Zentralbanken haben als Reaktion damit begonnen, digitale Währungen einzurichten und damit der Entwicklung privater Digitalwährungen entgegenzuwirken. Inwiefern das erfolgsversprechend ist, das wird sich noch zeigen müssen - schließlich ist die Staatsferne ein zentraler Punkt für den Erfolg des Bitcoins.

Die EZB scheint darauf abzuzielen, dass der digitale Euro als Zentralbankgeld funktioniert. Sie gibt dem Bürger also Zugriff auf eine sehr sichere digitale Währung. Diese Ausgestaltung hätte das Potential, die Geometrie des europäischen Bankensystems zu verändern.

Um in der Praxis zu funktionieren muss bei der Ausgestaltung eines digitalen Euro ausgeschlossen werden, dass es kurzfristig zu gravierenden Mittelverlagerungen von Bankeinlagen in den digitalen Euro kommen kann.

So kann die Kreditfinanzierung der Unternehmen und Privaten über Banken erhalten bleiben. Der digitale Euro darf also nicht die Gefahr von Bank-Runs im Krisenfall erhöhen. Sonst könnte die Einführung zu deutlich höheren Gefahren für die Finanzstabilität führen - mit entsprechenden negativen Auswirkungen auf die Volkswirtschaft insgesamt.

Zentral für das Vertrauen in die EZB und ihr Vorgehen ist dabei, dass das Bargeld erhalten bleibt und nicht durch Gebühren, negative Verzinsung oder andere Mechanismen mit Kosten verbunden wird. Bargeld schützt die Privatsphäre, funktioniert im Zweifel auch ohne Strom, und ist auch für weniger versierte Nutzer ein verständliches Zahlungsmittel.

Digitale Währungen könnten aber in der Zukunft ganz neue Möglichkeiten, wie SmartContracts (automatisierte Zahlungsauslösung und -überprüfung) oder sogenannte Micropayments, erschließen. Außerdem kann der digitale Euro bei richtiger Ausgestaltung mit den Bestrebungen einer European Payments Initiative (EPI) verknüpft werden.

Insofern ist es richtig, dass die EZB sich dem Thema nicht verschließt.

Engin Eroglu
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