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Dieser Herausforderung - stellt sich - die EDP!

Folglich ist es unsere Pflicht, den europäischen Traum mit unseren Mitbürgern und Mitbürgerinnen zu teilen, uns für Respekt und Würde einzusetzen und gleichzeitig den Erhalt von Rechtsstaat, Gleichheit, Freiheit, Solidarität und Verantwortung zu sichern.

Es ist an der Zeit, dass Demokraten die Führung übernehmen und die Europäische Union auf einen neuen, nachhaltigen Kurs bringen.

Für eine echte europäische Energie-Union!

Theme - Energy

Der französische Europaabgeordnete Christophe Grudler (MoDem) ist der Autor eines Berichts über die Integration von Energiesystemen in der EU. Ein Umstieg, der verspricht, eine Herausforderung zu werden.

Diese Woche wird über Ihren Bericht über die Integration der europäischen Energiesysteme abgestimmt. Was beinhaltet er?

Mein Bericht über die Integration von Energiesystemen in die EU zieht Bilanz über die Funktionsweise von Energienetzen in Europa und macht Vorschläge zu ihrer Verbesserung.

In Europa macht Energie nicht vor Grenzen halt: wir haben bereits enge Verbindungen mit unseren Nachbarn, sowohl für Strom als auch für Gas. Europäische Verbundnetze sind extrem wichtig: wenn es in einem Land einen Energiemangel gibt – zum Beispiel, weil Wind fehlt, um Windkraft herzustellen – kann man mit geeigneten Verbundnetzen problemlos Energie aus einem anderen Land importieren, anstatt beispielsweise umweltschädliche Gasturbinen zu bemühen.

Der Bericht hat demnach zum Ziel, Verbesserungsbedarf in der europäischen Energieverwaltung herauszuarbeiten und Lösungsvorschläge zu unterbreiten. Er steht außerdem in direktem Zusammenhang mit dem Europäischen Grünen Deal, der europäische Gesetzgebung und Finanzierung reformieren und grüner machen wird.

In wenigen Worten, was sind die wichtigsten Empfehlungen Ihres Berichts?

Die erste Empfehlung ist die Optimierung und Entkarbonisierung von Energiesystemen. Schließlich ist nicht verschwendete Energie die beste Energie! Deshalb steht das Thema Energieeffizienz im Mittelpunkt unserer Überlegungen. In kohlenstoffarme Energien wie erneuerbare Energien zu investieren ist gut. Aber die Netzwerke zu optimieren, sodass diese Energie nicht verschwendet wird, ist noch viel besser!

Neben diesem Effizienzproblem spielt die Stabilität von Energiesystemen ebenfalls eine zentrale Rolle. Wenn wir von Stabilität sprechen, meinen wir im Besondern die Vermeidung von Stromausfällen, wenn das Netz eine zu große Diskrepanz zwischen Energiebedarf und -erzeugung nicht mehr bewältigen kann.

Die Stabilisierung der Netze ist seit dem Aufkommen von erneuerbaren Energien – die von Natur aus Schwankungen unterworfen sind – noch komplizierter geworden. Diese Schwankungen muss man kompensieren, zum Beispiel durch europäische Energieverbundnetze, aber auch durch Speicherlösungen. Dies würde die Speicherung von erneuerbaren Energien möglich machen, wenn diese im Übermaß produziert werden.

Des Weiteren haben wir nicht vergessen, neue Energien, wie Wasserstoff, in unserem Bericht zu berücksichtigen. Dieser wird bei der Entkarbonisierung von umweltbelastenden Sektoren wie dem Verkehr oder der Schwerindustrie nützlich sein, die nicht immer auf Strom umsteigen können.

Wir sind uns jedoch bewusst, wie wichtig es ist, allen Franzosen und Europäern preiswerte Energie zu garantieren, und der Bericht kommt zu dem Schluss, dass eine echte „Energie-Union“ dieses Ziel erreichen kann.

Schließlich unterstreicht der Bericht die wachsende Bedeutung, die Innovation für die Stabilisierung der Netze hat: neue Lösungsansätze, wie Digitalisierung, sind im Entstehen: die Nachfrage kann an die Produktion angepasst werden, sie wird flexibler. Fortschritte in der Weltraumtechnologie erleichtern es ebenfalls, Schwankungen in der Energienachfrage vorauszusehen: Europa ist Vorreiter bei der Sammlung und Nutzung von Satellitendaten!

Was passiert, nachdem der Bericht vom parlamentarischen Ausschuss verabschiedet wurde?

Nach der Abstimmung meines ITRE (Industrie, Forschung und Energie) Ausschusses wird in der Plenarsitzung mit 705 Abgeordneten über den Bericht abgestimmt, voraussichtlich im April.

Die Empfehlungen meines Berichts werden dann von der Europäischen Kommission untersucht, die sie als Grundlage für Gesetzesentwürfe zum Thema Energie nutzen könnte, oder um bestehende Verordnungen umzuändern.

Das Endziel ist es, eine bessere, grünere und effizientere, und vor allem bezahlbare Energieverwaltung in Europa zu schaffen. Und ich glaube diese Vorschläge werden dazu einen großen Beitrag leisten!