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EDP MEPS erzählen uns, warum sie sich entscheiden haben, für Europa zu kämpfen.

Sprachen, Kulturen, regionale Unterschiede und lokale Initiativen müssen gepflegt werden, denn sie sind der größte Trumpf Europas.

Zur Feier der deutsch-französischen Freundschaft

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Der 22. Januar: ein Datum, welches mehr sagt als 1000 Worte. Seit 1963 haben die französischen und deutschen Staatsoberhäupter mit dem Elysée-Vertrag, welcher 2019 durch den Aachener Vertrag modifiziert wurde, die Freundschaft zwischen unseren Ländern dank bilateraler Abkommen gefestigt und verstärkt. Kriege und Kämpfe sind vorbei, Kooperation ist jetzt das Schlüsselwort unserer Beziehung.  Am 22. Januar fordern wir in diesem Jahr, als junge Bürger*innen aus diesen beiden Ländern, eine weitere Integration innerhalb unserer beider Völker.

Auch wenn unsere Regierungen den Frieden unterzeichnet haben, sind es die Bürger*innen, die die Freundschaft zur gelebten Wahrheit machten. Durch die Ermöglichung von Freizügigkeit und Geschäftsfreiheit zwischen unseren Ländern trug die EU dazu natürlich auch bei. Aber es sind die Vereinigungen, die Schullehrer*innen, Bürgermeister*innen von Kleinstädten, talentierte Künstler*innen oder Chef*innen von Unternehmen jenseits der Grenze, die den Geist verändert und die Wunden jahrhundertelanger Vorurteile überwunden haben.

Dank des französisch-deutschen Jugendwerkes kamen in den letzten sechs Jahrzehnten neun Millionen Jugendliche zusammen. Die Stärkung des kulturellen Austauschs von Student*innen trug zur erfolgreichen Überwindung der Kluft zwischen unseren Völkern bei. Wir unterstützen das Jugendwerk sowie alle verwandten Partnerorganisationen, die uns noch mehr dazu bringen, unsere Unterschiede kennenzulernen und zu respektieren; je mehr, desto besser. Wir müssen diese Kooperationen ausweiten, um den Großteil der jungen Menschen, insbesondere in grenzüberschreitenden Gebieten, in solche Programme einzubeziehen.

Darüber hinaus muss sich das deutsch-französische Verhältnis auf jeden einzelnen Bürger und jede einzelne Bürgerin konzentrieren. Die letzten Stereotypen und Klischees müssen fallen gelassen werden. Dazu zählt, jedem französischen Kind zu vermitteln, dass Deutsch zu lernen keine Strafe ist, sondern eine Chance für eine europäische Freizügigkeit. Dazu zählt, den Deutschen zu erklären, dass Franzosen nicht faul sind, weil sie Streiks starten, sondern weil es in ihrer Natur liegt, zu mobilisieren. Ein besseres gegenseitiges Verständnis ist der Kern jeder Beziehung. Besonders nach dem Brexit müssen wir das Ansehen unserer Sprachen noch weiter stärken.

Die deutsch-französische Zusammenarbeit ist seit Jahrzehnten, auch durch Bemühungen der Zivilgesellschaft, etabliert. Diese Anstrengungen müssen auch weiterhin fortgesetzt werden: Wir müssen den interkulturellen Austausch zwischen den Kleinsten unter uns fördern, damit sie nicht mehr nur Zuschauer*innen eines Spiels zwischen Les Bleus und der Mannschaft sind, sondern wahrhaftige Akteur*innen der deutsch-französischen Beziehungen werden. So könnten sie beispielsweise durch grenzüberschreitende Sportwettbewerbe, die Kultur des "Anderen" vor Ort kennen lernen und ihre Zugehörigkeit zu Europa fördern.

Abschließend können wir als Mitglieder jugendpolitischer Organisationen die Politik nicht außen vor lassen. Die Einrichtung der deutsch-französischen Parlamentsversammlung im Jahr 2019 ist ein großartiger Fortschritt, der hervorgehoben werden muss. Als Folge dessen können wir ein deutsch-französisches Jugendparlament etablieren, das Resolutionen verabschiedet und Leitlinien für die Politik liefert, welche junge Franzosen und Deutsche betrifft.

Auch innerhalb unserer eigenen politischen Organisationen können wir die deutsch-französische Freundschaft verbessern. Wir nutzen diesen 22. Januar, um unseren Kolleg*innen von jeder Seite des Rheins näher zu kommen. Diese Treffen werden sicherstellen, dass wir uns und unsere politischen Hintergründe besser kennenlernen. Wir möchten auch für das nächste Jahr einen Termin vereinbaren, um unsere Errungenschaften im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung gegenseitig kennenzulernen.

Weil wir im selben Maße französisch, deutsch und Europäer*innen sind, weil Zusammenarbeit ein besseres Verständnis bedeutet, setzen wir uns nachdrücklich für eine engere Integration zwischen unseren beiden Ländern ein. Die Regierungen und Institutionen haben ihren Beitrag geleistet und tuen es weiterhin. Wir glauben, dass es nun an der Zeit für die Jugend ist, unser Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Da unsere Verbindung mit zunehmender Freundschaft immer stärker werden wird, zählen wir auf jeden jungen Menschen, um die deutsch-französische Zusammenarbeit gemeinsam zur täglichen Normalität werden zu lassen.

Liste der Unterzeichner:
Auguste OTT Präsident, Jeunes Démocrates - Emile LUSIGNAN Vizepräsident, Jeunes Démocrates, zuständig für Europa - Emilie CRENNER Regionalleiter, Jeunes Démocrates Grand Est - Camille PETITJEAN Präsident, Jeunes Démocrates Alsace - Asier AREITIO Präsident, Junge Europäische Demokraten - Ugo ROSTAING Generalsekretär, Junge Europäische Demokraten - Sergio SOARES Sprecher, Junge Europäische Demokraten - François DOGON Vorstandsmitglied, Junge Europäische Demokraten - Jessica KLUG Vorstandsmitglied, Junge Freie Wähler - Joshua WITTMANN Vorsitzender, Junge Freie Wähler Baden-Württemberg - Lisa JECKEL Vorsitzende, Junge Freie Wähler Rheinland-Pfalz